Prater Eindrücke beim Zauberhistoriker Treffen (4)


Praterimpressionen

P1090907Das Tagungshotel des Treffens liegt unmittelbar beim Prater. So ist es nicht verwunderlich, dass am Freitag und am Samstag zwei Programmpunkte im Prater stattfanden. Freitag ging es ins Pratermuseum, eine Zweigniederlassung des Wien DSC_2395Museums. In einem großen Raum im Planetarium werden Exponate, Fotos präsentiert, die die Bedeutung des Praters als Vergnügungsviertel zeigen. Interessant diverse Flugzettel und Werbungen die vollmundig die diversen Attraktionen ankündigen. Übertreibung ist nicht erst seit heute ein Stilmittel der Schausteller.

Wir staunen über Ankündigungen über das 120 jährige Krokodil, den starken Männern, Absurditäten und über Installationen wie „Venedig in Wien“ das in seinen Dimensionen an die Themenhotels in Las Vegas erinnert.

DSC_2411Ein Schaukasten ist den Zaubertheater gewidmet. Kratky Baschik´s Zaubertheater war eine feste Institution. Der volkstümliche Zauberkünstler war beim Volk sehr beliebt.
Im Prater könnte man einen der erfolgreichsten Varieté Künstler bis in die 70-er Jahre bewundern: Otto. Wessely, der später in den größten Varietés erfolgreich engagiert war und bis heute sehr erfolgreich ist.

DSC_2430Da man das Museum nicht mit zu vielen Menschen besuchen kann, besonders auch mit fachkundiger Führung von Magic Christian, wurde die Truppe der Sammler und Historiker geteilt und zwei Mal durchgeführt.

In der freien Zeit gab es eine Fahrt mit der Liliputbahn, die quer entlang der Prater Allee führt und bis zum  Ernst Happel Stadion geht, wo Österreichs Fußballnationalmannschaft zu Hause sind und große Rockkonzerte stattfinden.

P1090839Das Wiener Riesenrad
Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums von Kaiser Franz Josef errichtet und gehörte damals zu den größte Riesenrädern der Welt.  Es ist in Privatbesitz zweier Familien.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Riesenrad)

Samstag ging es dann zu einem der Wahrzeichen von Wien. Wir besuchten das Riesenrad. Nach einem Sektempfang gings zwei Mal im Kreis. Eine fantastische Aussicht auf Wien, war der Lohn. Manfred Klaghofer erzählte amüsante Geschichten über Begebenheiten aus den Kabinen des P1090886Riesenrads. Man kann hier in manchen Kabinen auch   exklusiv essen. Bei jeder Runde die ca 15 Minuten dauert, wird dann ein neuer Gang serviert. Man erzählt sich, dass so bei manchem Dinner im Kerzenlicht  auch Produkte der Liebe gezeugt wurden. Ein Kongressteilnehmer neben mir beäugte darauf hin die Sitzbank in der Gondel und entschied lieber zu stehen.

Der-Wiener-PraterEr sich übrigens näher über den Prater erkundigen möchte, dem darf ich das Buch unseres Zauberfreundes Robert Kaldy Karo empfehlen:
http://www.aladin.blog/events/event/der-wiener-prater-eine-sozial-und-sittengeschichte/
Das Circus und Clownmuseum das unter seiner Leitung steht hat übrigens seinen Sitz nur einen Steinwurf vom Prater entfernt und ist absolut sehenswert.

Ein Zauberhafter Abend


Nach dem Riesenrad am Samstag fand dann dass Abendessen statt, bei der Mitglieder des Magischen Klubs zauberten. Markus Zadina und ich hatten das Glück, an einem Tisch zu sitzen, an dem auch die junge Medienhistorikerin Catharina Rein und eine Freundin saßen. Das hatte zur Folge, dass der Altersdurchschnitt unseres Tisches dramatisch gesenkt wurde und die jungen Künstler überdurchschnittlich lange bei uns verweilten um zu unterhalten. :-).
David Escalante, Marc Albert, Raphael Macho und. Magic Christian zeigten unterhaltsame und gute Tischzauberei. David zeigte u.a. eine abwechslungsreiche Seilroutine, Marc ließ Münzen tanzen, Raphael präsentierte u.a. Variationen um eine Ehrgeizige Karte und Magic Christian wurde an unserem Tisch von uns herausgefordert. „Zeig uns doch etwas aus deinem neuen Buch „Top Change“, das er hier beim Kongress präsentierte.  Der Meister nahm die Herausforderung lächelnd an und zeigte Kapriolen von vier Assen die u.a. auch mittels Filieren zustande kamen. Den jungen Damen an unserem Tisch kugelten die Augen heraus. Tja Erfahrung und jahrelanges üben trägt auch seine Früchte.

image006Ein neues Buch von Magic Christian:
Wer sich übrigens mit dem „Top Change“ befassen möchte hat mit Christians Buch eine hervorragendes Lehrmittel. Es ist gerade bei Penguin Magic erschienen und. in Kürze dort erhältlich. Oder ganz einfach Magic Christian kontaktieren:
magicchristian@chello.at

Die Atmosphäre des Abends verführte so manchem selbst aktiv zu werden. Natürlich im Mittelpunkt immer unser zauberisches Nationalheiligtum Kurt Freitag, der immer noch das „Kugerl“ sucht.
P1090979Steffen Taut zeigte sein Becherspiel, das durch seine Reduktion auf das Wesentliche bestach, das vielen Routinen oft abhanden gekommen ist.

Ein toller Abend, inspirierend und unterhaltsam. Aber für die Unterhaltung ist man ja selbst zuständig.

Die Organisatoren und die Mitglieder des Magischen Klub Wiens haben einen wunderbaren Rahmen dafür geschaffen. Danke an euch dafür!

 

 

Aus und Vorbei?
P1090985

Die Berichte werden hier noch vervollständigt. Den ausführlichen Bericht gibts im kommenden Aladin.



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1 Antwort

  1. Bei manchen Berichterstattungen über Veranstaltungen springt der Funke derart intensiv über, dass man so neugierig und berührt wird, dass man am liebsten direkt losfahren möchte, um ebenfalls dabei sein zu dürfen. So ging es mir beim Lesen der geschilderten Ereignisse. Schade, was man sich so manches Mal entgehen lassen „muss“.

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