In drei Stunden um die Welt …..

Welcome_to_fabulous_las_vegas_sign„Die spinnen die Amis“ murmelt Paul, als wir hier durch Las Vegas streifen. Eben noch unter dem Eifelturm, dann entlang dem Comer See, ein Eis am Marktplatz wo Gondolieri ihre Gäste durch enge Kanäle singend kutschieren, hinüber ein paar Schritte durch die Skyline von New York, dann wieder nach Polynesien unter Palmen wandeln.
Das alles erlebt man hier in Vegas in drei Stunden, wenn man durch ausgesuchte Hotelanlagen streift

Ca 180 Shows kann man hier täglich sehen, von Zauberkünstlern, Musiker, Tänzer, Boxevents und, und, und….. Jeder kämpft um die Aufmerksamkeit der Gäste und kämpft ums Überleben. Denn Schwächeln darf man sich hier nicht leisten, sonst ist man weg und auf der Straße.

Wer Las Vegas von früher kennt, vermisst das laute Klingeln der Slot Maschinen, die die ganze Stadt bedecken. Denn statt mit Münzen wird hier hier einfach die Kreditkarte in die Spielgeräte gesteckt und der Spieleinsatz gleich abgebucht. Gewinne klimpern nicht mehr aus den Geräten sondern bekommt man auf einem Bon, den man später einlösen kann. Aber dazu kommt es selten, denn wer gewinnt schon auf Dauer in Vegas?

Wer noch nie hier war, ist fassungslos Angesicht der Hülle und Fülle der Automaten die praktisch überall sind. Selbst auf der Toilette kann man an manchen Orten spielen.

celineShows gibt es  in den Hotels. Celin Dion, Rod Steward, Elton John, Britney Spears, Backstreet Boys, Copperfield, um nur die populärsten hier zu nennen. Und Copperfield hat sie alle überflügelt mit seinen Shows, was Besucher und Gagen betrifft.
Details zu diesen Begegnungen, den Shows und Hintergrundinfos findet ihr in unserer Fachzeitschrift. Es ist schön einige unsere Abonnenten in Las Vegas live zu treffen.

Aber das Showbiz hier ist hart. Fast 200 unterschiedliche Shows täglich, die sich konkurrenzieren. Unter der Woche (Mo – Do) bekommt man fast für alle Events  noch Karten. Es gibt fast immer noch freie Plätze, die man am Tag der Aufführung mit hohen Rabatten kaufen kann. Nur am Wochenende füllt sich die Stadt merklich. Es wird teurer,  und Karten sind für die großen Shows schwieriger zu bekommen.

Ich bin in den letzten 25 Jahren 4 mal in Vegas gewesen. Aber erstmals habe ich gestern eine Stadtführung mitgemacht. Man ist geneigt zu meinen, dass es nicht viel über die Stadt zu erzählen gibt. Das ist ein großer Irrtum.
Vegas ist nicht nur die Welt der Casinos. 2 Mio Menschen leben hier.

DSC_8893Rene von Treasure Tour of Nevada  ist ein ausgewanderter Berliner der die 3,5 stündige Tour anbietet. Wir sind nur zu fünft. Zwei Schweizer Biker und wir.
Neben der Geschichte der Casinos gibt es unzählige Tipps für die Besichtigung, Jetzt weiss ich z.B. wie man auch gratis einige tolle Dinge besichtigen kann und sich viel Geld sparen kann, wo man super isst ohne ausgenommen zu werden, welche Casinos man meiden soll, welche man unbedingt gesehen haben muss. Hintergrundinfos die es in sich haben.
Aber es geht auch weit weg vom Strip. Dahin, wo die Menschen von Vegas leben. Wie lebt man hier wenn man arbeitet, was braucht man für Voraussetzungen, was kostet das Leben, die Häuser? Wie ist die medizinische Situation?

DSC_8887Es gibt nichts was Rene nicht weiss. Er ist offensichtlich auch ein Zauberfan, denn er zeigt uns wo Copperfield gerade sein neuestes Domizil gekauft hat. Mit fast 20 Mio Dollar der bisher höchste Hausverkauf der Geschichte Las Vegas.

Wir fahren zum ehemaligen Haus von Siegfried & Roy, wo die beiden inzwischen nur noch selten sind. Wir waren  vor 25 Jahren zusammen eingeladen, als wir auf Wunsch von Roy  für Siegfrieds Geburtstag ein Original Schweizer Alphorn von Bayern im Flieger transportierten. Auch über diese verrückte Geschichte werde ich im Las Vegas Report berichten.

Nur was die Zauberershows angeht, ist Rene offensichtlich nicht am aktuellen Stand. „Copperfield könnt ihr euch sparen“, meint er. Der zeigt nur Filme von früher und macht ein paar Taschenspielertricks. Ich erspare es mir ihn aufzuklären, dass kein einziger Film von früher, sondern  Mega Illusionen gezeigt werden, die alles hier in den Schatten stellen.

Aber es sind die best invertiertesten 59 Dollar, die ich hier in Vegas ausgegeben habe. Mein Tipp: Unbedingt machen, möglichst am Anfang des Aufenthalts, man erfährt sehr viel und spart sich viel Geld. Und Rene – ein waschechter Berliner ist  sympathisch. Man hat das Gefühl ein Freund zeigt einem die Stadt.
Angelina-Rene-Meinert
Treasure Tours of Nevada
7575 W Washington Ave 
Suite 127-113
Las Vegas, NV 89128 USA
US-Phone: +1 (702) 360 – 7978
 E-Mail: angelina@treasuretours.net
Website: www.treasuretours.net

Wer also in Vegas ist sollte die 59 Euro für so eine Tour ausgeben um wirklich zu wissen, in was für einer Stadt er ist.

DSC_8937

Mac King mit dem legendären 3-D Heft und dem neuen Sonderheft Sehen

Nach diesem kurzen Umweg gehts im nächsten Beitrag wieder um Zauberei.
Inzwischen war ich bei:
Copperfield
Penn & Teller
Mac King

Heute Abend geht es in die neue Show von Criss Angel.
Dann treffe ich noch ein paar interessante Zauberinsider hier in Vegas und werde den Grand Canyon besuchen.
Ja und ein paar Insidertipps von Rene muss ich auch noch ausprobieren….



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8 replies

  1. Am Abend rief mich Bob Bramson (84) an und berichtete über den schlimmen Anschlag in Las Vegas aus erster Quelle, denn seine Tochter lebt in Las Vegas und ist dort Kinderärztin mit eigener Praxis. Bob war als Starjongleur viele Jahre in Las Vegas in den besten Häusern engagiert. Er ist heilfroh, als sich seine Tochter heute bei ihm meldete und sagte, dass sie nicht auf diesem Konzert gewesen ist. Was die Ärzte in Las Vegas momentan leisten, verdient den höchsten Respekt. Auch seine Tochter hilft wo sie kann – neben ihren Sprechstunden. Das Problem ist, dass die Blutkonserven knapp werden, wie er von seiner Tochter erfuhr.

    Wer gute Jongleur-Darbietungen mag, wird an folgenden Videos seine Freude haben:

    Alte Aufnahme von 1966 in Paris: https://www.youtube.com/watch?v=cSGEvRD1o0U

    Neuere Aufnahme: https://www.youtube.com/watch?v=XvKzby6_Q88

  2. Komisch. Ich les immer nur Las Vegans, obwohl es eindeutig nicht dort steht … 😉

    • Das nennt man „selektive Wahrnehmung“, soll ich ein paar Fotos von den Burger aus dem Lokal Heart Attak schicken? 1 kg Fleisch

      • „Wishful Thinking“ würde auch passen. Poste, was das Zeug hält, die Doppel-Whopper-Bilder aus der Werbung in der Alten Welt sind ja schon abschreckend für jeden, der nicht den Mund von Julia Roberts hat. Aber der Name des Restaurants ist mal ehrlich gewählt. Da braucht niemand ne Mobelpackung vorzuwerfen. Ich labe mich derweil an frischem rheinischen Spargel mit Frühkartoffeln und Sauce Vollandaise – nur um die Zeit bis zum nächsten spannenden Bericht sinnvoll zu überbrücken.

      • Im Restaurant servieren Krankenschwester, Leute mit über 150 kg Gewicht bekommen Sonderrabatte, Es wird Blutdruck gemessen und die Burger haben kranke Namen. Man wird auch mit Rollstuhl an den Tisch gefahren, Und trinkt aus Infosionsflaschen.
        Und um die Frage zu beantworten. Nein wir waren nicht dort essen, aber die journalistische Sorgfaltspflicht verlangte dass ich recherchiert habe.

      • Ja krass, da scheint Paul ja zu recht gemurmelt haben, dass die Amis spinnen!

  3. Klasse Fotos, Mega-Eindrücke!

    Man wird süchtig danach, die tollen Erlebnisse zu lesen.

    DANKE für die interessanten Schilderungen, die echt neugierig machen.

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