Persönliche Erinnerungen: Tony Lackner

01010014Zwei der liebenswertesten Zauberfreunde dich ich kannte waren Tony und Anny Lackner.
Tony Lackner war mir schon lange ein Begriff, denn er war eine auffällige Erscheinung auf Kongressen, meist umkreist von anderen Zauberern.
Auch seine Kunststücke und  Kreationen waren mir aus Katalogen der Zauberzentrale München und der Zauberbutike von Eckhard Böttcher bekannt. Er war ein wundervoller Hersteller von Requisiten, mit viel Liebe und Sachkenntnis gemacht.

Persönlich lernte ich ihn aber kennen, als er Mitglied im Magischen Zirkel Tirol wurde und wir regelmäßiger Kontakt hatten. Die Zaubertreffen beim zaubernden Wirt von Saalbach Hans Peter waren wundervolle Gelegenheiten ihn und Anny zu erleben.
Er war an allem sehr interessiert. Seine listigen Äuglein glitzerten neugierig, wenn es Zauberei zu sehen ging. In seinem Herzen war Tony ein Kind geblieben, experimentierfreudig und der Jugend gegenüber offen und vorurteilslos.

Einen besonderen Ehrenplatz haben 2 Kunststücke von ihm, die er für mich gemacht hat, eines davon war ein Geschenk zu meinem 50. Geburtstag. Milchwanderung und das Blaue Wunder von Trunk. Letzteres war ein echtes Meisterstück von ihm, das besonders dann fasziniert, wenn man die perfekte Technik dahinter sieht.
Tony war kein Pfuscher oder Händler, der halbe Sachen produzierte. Er probierte aus und wollte immer nur das Beste.

Seine Sammlung und sein Lebenswerk kann man heute im Zauberschloss Schönfeld bei Dresden (http://www.daszauberschloss.de) in einer Sonderschau sehen. Zauberfreunde haben dafür gesorgt, dass ihm ein bleibendes Andenken gewidmet ist.
Auch Eckhard Böttcher, der mit ihm über Jahre eng zusammengearbeitet hat,  hat ein Buch über seine Kreationen heraus gebracht.

„Das Tony Lackner Buch – Magische Perlen Band 6“
Es ist in der Zauberbutike erhältlich:  www.zauberbutike.de

 

Es ist mir in schöner Erinnerung, dass ich ihn zu seinem letzten runden Geburtstag in Saalbach  mit meinem Zauberlabor in Erstaunen versetzen konnte. Das Wunderwerk versetzte ihn zurück in seine Kindheit und er wurde dabei wie  ein Kind.

Er erinnerte mich wie kein zweiter an den Witz:
„Wenn ich erwachsen bin, möchte ich Zauberer werden“, sagt das Kind zur Mutter.
„Du musst dich entscheiden, beides geht nicht“, ist ihre weise Antwort.

Tony Lackner ist in dem Sinn nie erwachsen geworden. Und er hat mit Anny jemanden gefunden, die ihn darin unterstützt hat. Ich denke oft und gerne an die Beiden zurück.



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