Buchfundstück: „Best of All Worlds“

best-of-all-worldsEin Buch das nur einem Kunststück gewidmet ist?
374 Seiten über einen einzigen Kartentrick?
Paul Curry, der kreative Zauberkünstler aus den USA veröffentlichte 1942 einen Kartentrick, der zur damaligen Zeit in Zauberzirkeln eine Sensation auslöste.
Im Genii Magazin schrieb William Larsen Sr. : „Ein besserer Kartentrick hat es noch niemals gegeben. Ich habe damit jeden Zauberkünstler in San Francisco und Los Angeles damit getäuscht.“
Die Sprache ist von „Out of this world“, einem Kartenkunststück bei der ein Zuschauer ein gemischtes Kartenspiel in rote und schwarze Karten sortiert, obwohl er die Werte nicht sehen kann.

Bis zum heutigen Tag hat dieses Kunststück von seiner Faszination nichts eingebüßt. Zur rechten Zeit vorgeführt, gibt es nichts Stärkeres.
Es ist etwas aus der Mode bei jüngern Kartenhaien geworden, da es kein Quicky ist, sondern doch eine gewisse Zeit beansprucht und sich schlecht für Table Hopping eignet. Auch werden Kollegen, die Existenzängste bekommen wenn die Griffdichte gering ist, damit keine rechte Freude haben. Der Effekt ist von der Technik relativ einfach, die Herausforderung liegt in der Präsentation und der Dramaturgie.

Es gibt sehr viele Varianten von dem Effekt. Beginnend mit einem gelegten Spiel über Varianten mit ausgeliehenen gemischten Kartendecks. Es gibt Varianten mit Trickspielen und den unterschiedlichsten Themen und Techniken.

Im Buch „Best of all Worlds“ werden unzählige Varianten dieses Klassikers beschrieben, wobei die Originalversion von Paul Curry nicht die Schlechteste ist ;-).
Unter den Autoren:
David Acer, Allan Ackermann, Joh Allen, Michael Ammar, Jon Armstrong Lee Asher, Ron Bauer, Larry Becker, Fafael Benetar, Eugene Burger, Francis Carlyle, John Carney, Tony Clark, Aldo Colombini, Dean Dill, Daryl, Paul Green, Roberto Giobbi, Martin Gardner, Alex Elmsley, Doc Eason, Stee Draun, Peter Duffie, Aaron Fisher, Whit Haydn, Richard Kaufmann Kenton Knepper, Harry Lorayne, Simon Lovell, Stephen Minch, Martin Nash, Michael Weber, Roy Walton, Pony Picasso, …….

Für jeden der mit diesem Effekt einmal Blut geleckt hat, wird dieses Buch nicht missen wollen.

„Best of all Worlds“
2009 Magic Apple
Brent Arthur James Geris

Stephen Mitchell

Nachtrag:
Ich habe einige Anfragen bekommen, welches für mich die stärksten Routinen sind.
Das ist schwierig zu sagen, denn alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Impromptu führe ich gerne eine Variation von Curry vor, die er auch beschrieben hat. Richard Busch hat diese Variante noch verfeinert. Ich selbst habe noch die Feinheit eingesetzt nur mit einem Teil des Spieles das Kunststück zu machen. Es beginnt mit einem gemischten Spiel und es wird nicht das ganze Spiel verwendet, welches das Kunststück flotter macht.
Out of this World – and back (Richard Busch) Seite 59.

Meine Lieblingsroutine ist eine Variante von John Kennedy in der Beschreibung von Roberto Giobbi in dem Buch. Es ist eine sehr starke Variation, klar und unglaublich sauber! Ich hab diese Variante in diesem Buch das erste Mal gesehen und es ist der Preis des Buches alleine Wert.
(Intuition – ( Roberto Giobbi)  Seite 101

Viel Spass!



Kategorien:Buchfundstück der Woche

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1 reply

  1. Verwende nach wie vor die Original Version, aber auch die Version „Out of the Universe“ von Harry Lorraine mit grossem Erfolg und möchte diesen Klassiker nicht in meinem Close Up Programm missen.

    Guckst Du hier: http://www.youtube.com/watch?v=3FfA4IyHiz8

    Jürgen Peter
    http://www.zauberkuenstler.cc

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