Buchfundstück: Antonio Diavolo (Souvenir Programm)

Ein ungewöhnliches Fundstück aus meiner Bibliothek. Dies besonders für Freunde von historischen Zauberapparaturen und Zauberautomaten.
John Gaughan, Illusionsbauer und Restaurator alter Zaubergeräte hat ein altes Originalkunststück von Robert Houdin wieder zum Leben erweckt.
Der kleine mechanische Trapezkünstler Antonio Diavolo turnt an einem Trapez. Die kleine Puppe scheint zu leben. Man kann sich die Mechanik einfach nicht vorstellen. Wo er eben noch scheinbar mit den Händen am Trapez befestigt war, lässt er plötzlich los und scheint auf dem Trapez zu liegen. Wie zum Teufel soll das funktionieren? Und vor allem mit Techniken, die über 150 Jahre alt sind?

Das sind die technischen Fragen. Ganz zu schweigen davon, dass diese Illusion zu den schönsten Zauberautomaten gehört, die es für die Bühne gibt.

John Gaughan hat diese Illusion im Fernsehen vorgeführt, leider existieren davon nur schlechte Kopien.
Hier eine Aufnahme von ihm und Ricky Jay.  http://www.youtube.com/watch?v=rmGNkYWXGmk

Aber es gibt ein kleines in limitierter Auflage erschienenes  Büchlein, das den Effekt beschreibt und auch die Mechanik vom Prinzip erläutert wird.
Ebenso wird die Geschichte dieser wundervollen Illusion berichtet und auf die Restaurierung eingegangen.
Die Figur war eine der teuersten Automaten aus dem Fundus von George Melies mit einem damaligen Preis von 12.000 französischen Franc. John Gaughan hat die Figur schließlich von Bill Larsen bekommen und sie wieder zum Leben erweckt.
2004 engagierte ich John Gaughan für den Österreichischen Kongress in Mayrhofen mit der Vorführung dieser Nummer. Es war ein besonderes Erlebnis und rechtfertigte die Mühen diese 5 Minuten nach Österreich zu bringen. Neben den sehr hohen Kosten des Engagements, erinnere ich mich an einen Besuch im Zollamt Innsbruck, wo ich erklären musste, warum eine hölzerne alte Puppe mit einem Versicherungswert von 1.000.000 Mio Dollar deklariert ist.

Es versteht sich daher von selbst, dass für mich dieses Heft eine ganz besondere Bedeutung hat.

Restposten der Broschüre gibt es eventuell bei John Gaughan selbst oder aber bei Jim Steinmeyer hier (LINK).
Achtung Jim Steinmeyer hat nur noch Restexemplare für 20 Dollar.

Das Heft ist 1986 erstmals publiziert worden und wurde 1999 in einer zweiten Auflage herausgebracht.
Seiten ca. 20.



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1 reply

  1. Einen besseren Clip gibt es hier:

    (Das ist allerdings ein Nachbau vom Spanischen Künstler Xavier Tapias, das an das Original nicht herankommt, obwohl es 150 Jahre später gebaut wurde. (Anmerkung: Hanno))

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