Dirty Lecture unter der Lupe

dirty lectureDas angekündigte Lecture von Alexander de Cova in Innsbruck ist vorbei. Der Zauberring Innsbruck organisierte das Seminar und es kamen 12  Teilnehmer,  für Innsbruck eine stolze Anzahl.

Alexander präsentierte sein neues Seminar Dirty Lecture.
Was bedeutet Dirty Lecture?

Anstatt schwerer Griffe (die Alexander ohne Zweifel glänzend beherrscht, legte er in dem Seminar Wert auf subtile Feinheiten, Verbesserungen bekannter Effekte und Raffinessen, die aus einem Kunststück oft ein Wunder machen.

Manche Effekte werden nie in die Realität umgesetzt, weil man mit manchen Dingen einfach nicht klar kommt, sich Abläufe schlecht merken kann. Man übt den Effekt ein, in der Praxis findet er den Weg nicht in das eigene Programm auf Grund von diversen Unsicherheiten. Hier setzt Alexander an, zeigt praktische Strategien, solche Herausforderungen schnell und einfach zu lösen. Ich möchte hier nicht in Details gehen, denn eine gewisse Überraschung sollte es beim Seminar noch geben.

Alexander zeigt auch überraschend gute Alternativen zu bekannten und teuren Kaufeffekten. In dem erhältlichen Seminarheft „Dirty Dozen“ ist beispielsweise eine Beschreibung eines Effekts, der im Handel an die 80 Euro kostet und von dem David Blaine sagt: „The xxx is one of the most incredible devices that I have ever seen in magic.“
Was würde er zur Lösung von Alexander sagen, die sozusagen eine der viele Routinen im 25,– Euro teuren Seminarheft sind und zudem noch wesentlich technisch verbessert wurde? Es wurde so verbessert, dass selbst Besitzer der käuflichen Lösung vor einem Rätsel standen.

Ein anderes Beispiel ist der Einsatz von einem kleinen Hilfsmittel, mit dem das Laden von kleinen Gegenständen z.B. in ein versiegeltes Kuvert zu einer absolut täuschenden Handlung wird. Dies hat Alexander zwar bereits in seinem ausgezeichneten digitalen magischen Magazin „New Avantgarde Magic“ beschrieben. Im Seminar hat man aber die Möglichkeit sich Handlungen einfach Live zeigen zu lassen. Man ist einfach überrascht zu sehen, wie perfekt manche Dinge funktionieren.

Alexander überrascht die Teilnehmer immer wieder mit Ideen oder verblüfft, wenn er einige Griffe für Münzen oder auch Karten demonstriert, die jeden täuschen. Auch Fingerfertigkeitsfreaks kommen dabei auf ihre Kosten.

Neue Wege geht Alexander auch bei seinen Seminarunterlagen. Neben dem bereits bewährten Format einer Seminarzeitung in sehr ansprechendem Design und vielen Abbildungen bzw. Fotos, gibt es zusätzlich eine Unterlage, mit der es möglich ist, viele tolle Effekte selbst herzustellen, ohne große Basteleien.

Ebenso werden Sie das Seminar verlassen und Effekte gelernt haben, die in einer Brieftasche Platz haben und immer bereit sind. Zeiten, „wo man nix dabei hatte“, gehören der Vergangenheit an.
So ist auch ein wunderbarer absoluter Stegreif-Mentaleffekt von Al Koran für die Bühne möglich, der bisher daran gescheitert ist, dass man sich gewisse Abläufe nicht merken konnte. Dem ist jetzt nicht mehr so….

In meinem Bericht drücke ich mich teilweise etwas kryptisch aus, da ich so manche Überraschung aus dem Seminarheft nicht vorwegnehmen möchte.

Wir haben gestern Alexander de Cova in prächtiger Seminarlaune erlebt. Man merkt, dass ihm dies Spass macht, an der akribischen Vorbereitung der Unterlagen und der Themen. Zauberei zu lehren, zu adaptieren und zu vereinfachen ohne zu verharmlosen, das ist Alexander de Covas große Stärke, die man in diesem Seminar sehen kann. Es ist wohl eines der originellsten und in der Praxis umsetzbarsten, die ich bisher erlebt habe. Und ich hab viel gesehen.

Eine Warnung: Dies ist ein Seminar für Praktiker. Zauberfreunde die nur an Berieselung interessiert sind und kaum vor Zuschauer stehen, werden vielleicht enttäuscht sein. Es gibt keine „Seminareffekte“ die der Seminarleiter lediglich ins Programm genommen hat um zu verkaufen, um „Geld zu machen“
Aber selbst diese Zauberfreunde werden Staunen, wenn Alexander so nebenbei ein paar „Moves“ direkt unter den Augen der Teilnehmer demonstriert, die absolut täuschend sind. Das bringt sofort Anerkennung und Akzeptanz auch aus der Riege der Griffeklopfer.

Alexander zeigt dann noch Boxed, ein perfektes „Nest of Boxes“ für den Close-up Bereich, der auch fürs Table Hopping verwendbar ist und ausschließlich „normale“ Gegenstände verwendet. Dazu eine logische Story. Der Effekt wird noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Zwei anwesende Profis haben spontan vorbestellt, das aus gutem Grund. Die Vorankündigung zu dem Effekt ist auf seiner HP zu finden.

Ich denke, dass kein Seminar gleich werden wird. Alexander steht am Beginn der Lecture Tour, spielt sich quasi ein und wer ihn kennt weiss, dass er durch sein großes Wissen, auf viele Wünsche eingehen kann und ständig an Ideen arbeitet die ins Seminar einfließen und es weiter verbessern.

Ich schreibe selbst gerne kritisch und beleuchte auch negative Aspekte eines solchen Seminars. Da fällt mir aber hier nichts ein. Tja vielleicht war´s etwas lange, aber das spricht doch auch für die Begeisterung.

Dafür gibts ***** von mir.

Hier Infos:
HP Alexander de Cova
Seminartermine



Kategorien:Review

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1 reply

  1. Wir, Kerstin und ich waren ganz gespannt was uns in diesem neuen Seminar erwarten wird. Alex hat unsere Erwartungen übertroffen! Danke Alex, danke Hanno für den tollen Bericht. Wir wünschen Alex und Helena noch ganz viele Seminartermine und freuen uns auf ein Wiedersehen….

    Liebe Grüße Kerstin und Robert

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