Timothy Trust & Diamond bei den Hamburger Zaubernächten

P1020284Das zweite Programm der Hamburger Zaubernächte ist vorbei. Timothy Trust & Diamond zeigten ihr abendfüllendes Programm. Die beiden Künstler sind begehrte Varietékünstler  und äußerst vielseitig. Illusionen, Mentalmagie, Stand-up, sie fühlen sich überall zuhause.
Sie beginnen mit einer Missmade Illusion, es folgt eine Serie von raschen Quickchanges beider Künstler, dann kommt bereits ihre bekannte starke Telepathie Nummer, bei denen Timothy Diamond scheinbar mühelos überträgt was ihm Zuschauer reichen. Dies reicht von einfachen Gegenständen bis hin zu komplexen Nummernkombinationen eines Ausweises. Erstaunlich, rasch und das doppelsprachig deutsch/englisch.
Es folgt das Puzzle des Lebens, stimmig dargeboten von Diamond. Eine interessante freie Schwebe von Diamond im Engelskostüm. Eine Durchdringungsillusion durch eine Stahlplatte von Marvelli Junior die ich noch nicht kannte, kartenfindende Schlange in Korb, Becherspiel, eine Serie von Taschenspielereien und schließlich sein bauchredender Frosch.
Die Wasserschalen, Salzwanderung, Tuchfärbung, ……
Eine Sequenz mit Ringspiel zu Musik im Gleichklang, abgelöst von einer Ringspielsequenz mit Zuschauern und nahtloser Übergang zu dem Effekt „Heiße Stühle“.

Mittels zweier aufgesetzter Masken, lässt Timothy Zuschauer dank seiner Bauchrednerkünste miteinander sprechen. Eine bekannte Nummer die sehr stark von der Mitwirkung und Bereitschaft der Assistenten abhängt. In diesem Fall spielte der männliche Part Markus Kompa, der sogar ein Lied sang….
Bei der Dame hatte Timothy weniger Glück. Sie sträubte sich sichtbar, was ihr aber nicht viel half. Hier ist Timothy Praktiker genug, dies zu überspielen.

Höhepunkt dann die Schwerterbox mit Karton nach Moretti, dramatisch präsentiert und sehr überzeugend.
Ein starkes Finale, nachhaltender Applaus. Den Zuschauern hat es gefallen.

Was ist das Fazit?
Die beiden sympathischen Künstler sind Profis, man merkt ihnen die große Routine an.
Es gibt tolle Effekte im Programm. Ihre Toproutinen: Schwerterkarton und zwei Personen Telepathie.
Unglaublich, wie viele Routinen und Effekte an diesem Abend dargeboten wurden.

Sprachlich sind beide mit einem ständigen Wechsel von Deutsch / Englisch und Französisch für internationales Publikum bestens geeignet.

Nicht gefallen hat mir der zweite Teil des Ringspiels. Auch die anschließende Routine: Heiße Stühle war wenig überzeugend und der Funke sprang nicht richtig herüber. Das mag sicherlich auch am Publikum und den Assistenten aus dem Magierkreis gelegen sein.
Der Ton war manchmal recht derb, mit Zuschauerassistenten hatte Timothy manchmal nicht das glückliche Händchen.

Das soll aber nicht hinwegtäuschen, dass die Zuschauer ein spannendes und sehr abwechslungsreiches Programm erlebten. Das Publikum war verzaubert und meine Platznachbarn – Laien aus Hamburg – haben sich gleich auch Karten für das Samstagsprogramm von Ken Bardowicks gekauft, so toll fanden sie diesen Abend mit Timothy Trust & Diamond.
Viel starke Zauberei flott und sympathisch präsentiert. Würde ich mir nochmals anschauen.

Man merkt den beiden die Freude an der Zauberei an.

Infos über die Künstler:  hier



Kategorien:Hamburger Zaubernächte 2013

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